Die Qualität von Präsenz und Kontakt ist entscheidend für das Gelingen eines therapeutischen Prozesses unabhängig von der ausgeübten Methode. Ihre subtile Regulation schafft Voraussetzungen, die der so begleiteten Person Zustände jenseits der körperlichen, emotionalen und mentalen Alltagskompensation erlauben. Damit entsteht ein offener Raum, in dem tiefe, nicht vorhersehbare Prozesse von Klärung, Vervollständigung und Heilung geschehen können.

Eine zugwandte, mitfühlende Präsenz ist gegründet in absichtsloser Gelassenheit. So werden wir als BegleiterIn vom Geschehen berührt. Wir nehmen den anderen Menschen in seiner Befindlichkeit wahr und beziehen uns auf ein gemeinsames Feld. Eine sehr wesentliche Grundlage als BegleiterIn aber ist die eigene somatische, emotionale und mentale Resonanz und ein daraus möglicherweise erwachsender Impuls.

Wohlwollend gesehen und gehört zu werden sowie eine unvoreingenommene Spiegelung zu erfahren, ist ein menschliches Grundbedürfnis und Voraussetzung für Heilung. In einem offenen, gemeinsamen Forschen entsteht dann oft ungeahnte Tiefe. Zusammenhänge, Perspektiven und neue Wege zeigen sich, die nicht gewusst oder geplant hätten werden können. Ausgangspunkt ist immer das gegenwärtige Erleben. Das ist immer auch verbunden mit einem körperlichen Ausdruck. Dabei ist der Körper nicht „Gegenstand“ unserer Betrachtung, sondern unmittelbare Erfahrung eines lebendig beseelten Prozesses in durchlässiger Verbindung mit dem umgebenden Raum.

Die eigene Präsenz und Resonanz so zur Verfügung zu stellen ist anspruchsvoll. Es erfordert anschauliche Beispiele, sicheren Übungsraum, Supervision und beständige Verfeinerung.

Unser Interesse ist es, Gelassenheit und Selbstfürsorge in der begleitenden Rolle zu stärken. Wir geben Unterstützung, die unseren Patienten/Klienten zur Verfügung gestellte Qualität von Präsenz und Kontakt behutsamer abzustimmen. Das ist ein beständiger Prozess der Verfeinerung. Wir loten aus, wie eigene Resonanz angemessen, sicher und fruchtbar eingebracht werden kann. So vermitteln wir Verständnis, Fertigkeiten und Erfahrung, die sowohl in einer körpertherapeutischen als auch einer psychotherapeutischen Praxis sowie in zahlreichen beratenden und begleitenden Berufen hilfreich zur Anwendung kommen können.

Neben den Prinzipien aus der Craniosacralen Therapie beziehen wir Elemente und Einsichten ein aus meditativer Praxis, prä- und perinataler Psychologie, somatisch orientierter Traumatherapie, transpersonaler Psychologie, Embryologie, systemischer Aufstellung und polyvagaler Theorie.

Theoretische Hintergründe werden im Kurs und in den begleitenden Skripten vorgestellt. Ihrem Wesen nach sind diese Seminare jedoch erfahrungsorientiert. Die Kursleitung wird Demonstrationen anbieten, die anschließend besprochen werden. Angeleitete Meditationen bieten Raum zur Selbsterkundung. Wir üben miteinander in Paaren, Triaden und in einem besonderen Gruppensetting. Der Austausch über das dabei Erfahrene gehört sehr wesentlich dazu.

Die drei Seminare bauen aufeinander auf. Eine Anmeldung erfolgt Kurs für Kurs. Sie sind also willkommen zum ersten Seminar ohne sich für die Folgekurse festlegen zu müssen. Außer in Bielefeld finden die Seminare auch auf Englisch mit russischer Übersetzung in St. Petersburg statt. Bildungsschecks und Bildungsprämien nehmen wir gerne an.